Lustige Bahngeschichten

Lustige Bahngeschichten
Wo ich gerade war? Auf dem Weg von Rahden nach Köln. Warum? Nicht so wichtig. Das spannende an der Geschichte? Ich habe meine EC-Karte dabei, in der Hoffnung, dass man alle deutschen Automaten mit EC Karte bedienen kann. Falsch gedacht. Ich stehe also vor dem einzigen Automaten weit und breit in einer kleinen Bimmelbahn von Rahden nach Bielefeld und möchte mir mein 25 Euro NRW Schöner Tag Ticket kaufen, zücke meine EC Karte und denke mir nichts dabei, während ich die Karte mehr oder weniger gewaltsam versuche in den Automaten zu quetschen. … Nichts passiert. Im Gegenteil, der Automat sträubt sich solange erfolgreich gegen meine Karte, bis ich es raffe auf dem Automaten die durchgestrichene EC-Karte sehe. „Nur Geldkarte“ steht da. Okay, ich stecke die Karte weg, schließlich hab ich das Geld ja auch noch in Scheinen. Zwischen den ganzen Kassenbelegen muss doch irgendwo noch ein Fünfer sein. Da bin ich mir sicher. Den Zwanziger hab ich schon, nur wo ist der Fünfer. “Ich hab doch nicht… Ach Scheiße, ich hab doch…” Ich hab mir auf der Hinfahrt noch einen leckeren, verlockenden, frisch duftenden Kaffe gekauft. Egal, ich hab doch immer viel Kleingeld dabei. In diesem Fall 4,65 Euro. 5 Cent aber nur in ganz kleinem Geld. Also bin ich von 5,60 Euro ausgegangen – macht gesamt 24,60 Euro. Okay, keine Panik – erstmal den Schaffner fragen, der da gerade durch die Bahn läuft. “Entschuldigung! Man kann hier also gar nicht mit EC-Karte zahlen?” “Nein.” “Oh.” Peinliche Stille. Ich geh mir Knallrotem Kopf zum nächstbesten Fahrgast und frage ihn, ob er mir eventuell 40 Cent leihen kann, bestätige ihm, dass ich sowas sonst nicht mache und druckse verlegen in der Gegend rum. Der sehr nette Schaffner gibt mir 20 Cent und der nette Geschäftsmann-aussehende Mann ebenfalls. Soweit so gut. Mit dem Schaffner im Nacken gehe ich wieder zum Automaten und versuche den Schein in den Automaten zu bekommen. Natürlich ist das Schein-lese-Gerät-Dingsi plötzlich kaputt. War ja abzusehen. Der Schaffner beäugt mich und versucht es dann nochmal selber – erfolglos. Netterweise tauscht er meinen 20-Euro-Schein in viel Kleingeld und ich bekomme doch noch mein 25 Euro NRW Schäner Tag Ticket. Ich bin dann auch ohne Verspätung, nach zweimaligem Umsteigen und 5 Stunden 33 Minuten Fahrzeit in Köln angekommen. Das gute an der Sache: Ich habe mich mit einem Mädel noch nett über alles unterhalten und wurde im Endeffekt dreimal nett verabschiedet (vom Schaffner, vom Geschäftsmann-aussehenden Mann und von dem Mädel). An dieser Stelle noch einmal Danke an alle beteiligten.
Fazit: Menschen können doch sehr nett sein und Bahnfahrten sind weniger langweilig wenn man dabei Blogeinträge verfasst.
Was lernt man daraus: Verlass dich nicht auf deine EC-Karte.
Gute Nacht.

Wo ich gerade war? Auf dem Weg von Rahden nach Köln. Warum? Nicht so wichtig. Das spannende an der Geschichte? Ich habe meine EC-Karte dabei, in der Hoffnung, dass man alle deutschen Automaten mit EC Karte bedienen kann. Falsch gedacht. Ich stehe also vor dem einzigen Automaten weit und breit in einer kleinen Bimmelbahn von Rahden nach Bielefeld und möchte mir mein 25 Euro NRW Schöner Tag Ticket kaufen, zücke meine EC Karte und denke mir nichts dabei, während ich die Karte mehr oder weniger gewaltsam versuche in den Automaten zu quetschen. … Nichts passiert. Im Gegenteil, der Automat sträubt sich solange erfolgreich gegen meine Karte, bis ich es raffe auf dem Automaten die durchgestrichene EC-Karte sehe. „Nur Geldkarte“ steht da. Okay, ich stecke die Karte weg, schließlich hab ich das Geld ja auch noch in Scheinen. Zwischen den ganzen Kassenbelegen muss doch irgendwo noch ein Fünfer sein. Da bin ich mir sicher. Den Zwanziger hab ich schon, nur wo ist der Fünfer. “Ich hab doch nicht… Ach Scheiße, ich hab doch…” Ich hab mir auf der Hinfahrt noch einen leckeren, verlockenden, frisch duftenden Kaffe gekauft. Egal, ich hab doch immer viel Kleingeld dabei. In diesem Fall 4,65 Euro. 5 Cent aber nur in ganz kleinem Geld. Also bin ich von 5,60 Euro ausgegangen – macht gesamt 24,60 Euro. Okay, keine Panik – erstmal den Schaffner fragen, der da gerade durch die Bahn läuft. “Entschuldigung! Man kann hier also gar nicht mit EC-Karte zahlen?” “Nein.” “Oh.” Peinliche Stille. Ich gehe mit Knallrotem Kopf zum nächstbesten Fahrgast und frage ihn, ob er mir eventuell 40 Cent leihen kann, bestätige ihm, dass ich so etwas sonst nicht mache und druckse verlegen in der Gegend rum. Der sehr nette Schaffner gibt mir 20 Cent und der nette Geschäftsmann-aussehende Mann ebenfalls. Soweit so gut. Mit dem Schaffner im Nacken gehe ich wieder zum Automaten und versuche den Schein in den Automaten zu bekommen. Natürlich ist das Schein-lese-Gerät-Dingsi plötzlich kaputt. War ja abzusehen. Der Schaffner beäugt mich und versucht es dann nochmal selber – erfolglos. Netterweise tauscht er meinen 20-Euro-Schein in viel Kleingeld und ich bekomme doch noch mein 25 Euro NRW Schöner Tag Ticket. Ich bin dann auch ohne Verspätung, nach zweimaligem Umsteigen und 5 Stunden 33 Minuten Fahrzeit in Köln angekommen. Das Gute an der Sache: Ich habe mich mit einem Mädel noch nett über alles unterhalten und wurde im Endeffekt dreimal nett verabschiedet (vom Schaffner, vom Geschäftsmann-aussehenden Mann und von dem Mädel). An dieser Stelle noch einmal Danke an alle Beteiligten.

Fazit: Menschen können doch sehr nett sein und Bahnfahrten sind weniger langweilig wenn man dabei Blogeinträge verfasst.

Was lernt man daraus: Verlass dich nicht auf deine EC-Karte.

Gute Nacht.

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